Unesco Sehenswürdigkeiten
Phra Nakhon Si Ayutthaya
Ayutthaya
ist eine alte Hauptstadt des Königreiches Siam, welche etwa 75 km
nördlich der heutigen Hauptstadt von Thailand Bangkok liegt. Nach
der Stadtgründung von König U-Thong 1350 waren im Laufe der
Jahrzehnte viele Tempel, palastartige Herrscherhäuser und sonstige
Wohnhäuser entstanden. Insgesamt regierten 33 Könige von
Ayutthaya aus. Das Königreich brachte mehrere Dynastien hervor,
bis es von den Burmesen im Jahr 1767 überfallen wurde, und eine
große Zahl der Gebäude endgültig zerstört wurden.
Auch schon vor seiner endgültigen Zerstörung war das
Königreich Ayutthaya mehrfach von den Burmesen angegriffen worden.
Im Jahr 1569 unter der Herrschaft von König Mahindrathirat
beispielsweise hatten die Burmesen die Stadt erfolgreich eingenommen
und hielten sie 15 Jahre lang besetzt. Erst 1584 gelang es König
Naresuan erfolgreich, die Burmesen wieder aus der Stadt zu jagen. Mit
der späten Ayutthaya-Periode im 17. Jahrhundert während der
Regentschaft Königs Na Rai des Großen begann eine Phase
großer wirtschaftlicher Expansion. Mit vielen Ländern
innerhalb und außerhalb des asiatischen Kontinents wurden
diplomatische Beziehungen aufgenommen, und es entstand ein reger
Handel. Das Staatswesen des Königreiches Ayutthaya zu dieser Zeit
war gut und effektiv strukuriert. Das Militär beschützte
einen riesigen Beamtenapparat, welcher im Königreich für das
Eintreiben der Steuern verantwortlich war. Die Beamten organisierten
den Handel mit China und Japan sowie Europa. Händler aus diesen
Ländern hatten sich in eigenen Stadtvierteln niedergelassen. So
gab es beispielsweise eine japanische Siedlung, die südlich der
heutigen modernen Stadt Ayutthaya gelegen war. Es gibt dort heute ein
Museum, welches die Beziehungen des Königreiches Ayutthaya zu den
verschiedenen Ländern darstellt.
Im
17. Jahrhundert befand sich das Königreich auf dem Höhepunkt
seiner Blüte. Die Könige, welche absolute Monarchen waren,
hatten aufgrund des erworbenen Reichtums eine große Stadt
errichten lassen. Sie war prunkvoll und konnte durchaus mit den
europäischen Metropolen der damaligen Zeit konkurrieren. Es gab
375 reich geschmückte Tempelanlagen, 29 Festungen und das Gebiet
konnte durch 94 Tore betreten werden. Die Pracht der Heiligtümer
und Paläste läßt sich heute nur noch erahnen. Da die
Wohnhäuser in der Regel aus Holz gebaut wurden, die Tempel und
Paläste hingegen aus Stein, können auf dem historischen
Gelände nur noch Reste der ehemaligen Tempel- und Palastanlagen
besichtigt werden.
Seit 1991 ist die Altstadt von Ayutthaya als Weltkulturerbe der UNESCO
gelistet und ist seitdem ein beliebtes Ausflugsziel einheimischer und
ausländischer Touristen. Besichtigt werden können
Baudenkmäler aus allen Epochen der königlichen Phase
Ayutthayas. Eine der schönsten Anlagen, der Wat Phra Si Sanphet,
dessen Errichtung im Jahr 1448 begonnen wurde, wird gerne besucht. Dese
Anlage symbolisiert die Pracht dieser Zeit gut, die zu Zeiten
König Ramathibodys am Königshof herrschte. Die Tempelanlage
gehörte zum damaligen Palast des Königs. Heute sind nur noch
die drei großen restaurierten Chedis zu bewundern, die angeblich
die Asche verstorbener Könige sowie eine Reliquie Buddhas
beherrbergen sollen.
Übrigens
Eine
Anlage im Khmer Stil aus dem Jahr 1630 kann auf dem gegenüber
liegenden Flussufer besichtigt werden. Es handelt sich um einen
zentralen Prang, der von acht Kleineren umgeben ist. Ein ebenfalls
sehenswerter Prang ist der 1384 gegründete und während der
folgenden Jahrhunderte mehrfach erweiterte Tempel Wat Mahathat.
Sehenswürdigkeiten
der Weltkulturerbeliste der UNESCO als kulturelle Reiseziele.