Unesco Sehenswürdigkeiten

Die hängenden Häuser von Cuenca

© Javier Gil - Fotolia.comDie so genannten "Casas Colgadas" befinden sich in der Stadt Cuenca, die in der zentralspanischen Region Kastilien-La Mancha liegt. Cuenca ist zugleich Hauptstadt der gleichnamigen Provinz und gilt als Universitätsstadt, die Besucher vor allem durch ihre einmalige Lage besticht. Cuencas Altstadt liegt hoch oben auf einem Felsplateau, inmitten der tiefen Schluchten zweier Flüsse. Ein Rundumblick ist dementsprechend faszinierend, richtig gefesselt wird man jedoch beim einmaligen Anblick der Casas Colgadas, die im Deutschen als „Hängende Häuser“ bezeichnet werden. Diese Bezeichnung passt perfekt auf die von der UNESCO geschützten Bauten, denn die Häuser „hängen“ tatsächlich in den Steilwänden. Zu bestaunen gibt es heute allerdings nur noch restaurierte Bauwerke in geringer Anzahl. Früher hingegen zierten unzählige Exemplare dieser Casas Colgadas die Schluchten der umliegenden Flüsse Júcar und Huécar. Die Häuser waren so exzellent gebaut, dass sie von einem bestimmten Blickwinkel aus nicht fest verankert wirkten sondern zu schweben schienen. Leider haben aber nur wenige davon die Jahrhunderte überdauert. Obwohl die Casas Colgadas zweifellos die faszinierendsten Anziehungspunkte der Stadt sind, hat Cuenca noch zahlreiche andere Sehenswürdigkeiten zu bieten. Abgesehen von der pittoresken Altstadt gibt es auch noch ein als Neustadt bezeichnetes Gebiet, das sich weiter unten in Talrichtung befindet und wo vorwiegend moderne Wohnungen erbaut wurden. Darüber hinaus kann man in Cuenca Denkmäler und Ruinen aus arabischer Zeit bewundern. Ein solches Bauwerk ist beispielsweise die Burg, die aus einer arabischen Festung, die bereits im 10. Jahrhundert entstanden ist, erweitert und ausgebaut wurde.
Sehenswert sind außerdem die im gotischen Stil erbaute Kathedrale der Stadt, die aus dem 18. Jahrhundert stammende Stadtverwaltung sowie der Bischofspalast.


© Marlee - Fotolia.comSeit 1996 ist Cuencas Innenstadt UNESCO Weltkulturerbe. Dieser Platz ist mit Sicherheit einer der interessantesten Orte in ganz Spanien, von dem man ungewöhnliche sowie unvergessliche Impressionen mit nach Hause nimmt. Die engen, kurvigen und steilen Altstadtgässchen empfinden Besucher als hübsch und charmant, gleichzeitig sind diese Schauplätze aber auch Zeugnisse einer extremen Wohnraumknappheit. Die tiefen senkrechten Schluchten begrenzen den Raum und so entstand in längst vergangenen Jahrhunderten die Idee, hängende Häuser zu bauen, die Casas Colgadas, die noch heute eine Touristenattraktion sind. Die im 15. Jahrhundert erbauten Casas Colgadas gelten als Wahrzeichen der Stadt. In einem der hängenden Häuser ist das Museum für Spanische Abstrakte Kunst untergebracht, das weithin bekannt ist und als eines der besten Museen des Landes gilt. Durchwandert man den mittelalterlichen Stadtkern sollte man auf jeden Fall einen Zwischenstopp auf den aus Holz gefertigten Balkonen der Casas Colgadas einlegen, um ein spektakuläres Landschaftsbild zu genießen. Die über den Schluchten hängenden Balkone bieten ein einmaliges, unvergleichliches Panorama, das man sich bei einem Besuch Cuencas keinesfalls entgehen lassen sollte.

Übrigens

© lgomez - Fotolia.comLohnenswert ist auch ein Spaziergang in der goldroten Abenddämmerung oder zu nächtlicher Stunde, wenn die ganze Stadt beleuchtet ist. Man muss auch nicht die offiziell gekennzeichneten Wege entlang gehen sondern kann den so genannten „Rondas“ (Naturwege) folgen, um auf eigene Faust die besten Aussichtspunkte und schönsten Plätze zu erkunden. Wege und Winkel gibt es genug, meist steil und verschlungen oder über hohe Treppen, aber der Aufstieg lohnt sich jedes Mal. So kann man die Casas Colgagdas aus verschiedenen Perspektiven betrachten und kommt dabei an charakteristisch mittelalterlichen Denkmälern, Kirchen, Klöstern, Museen, pittoresken Häuschen oder zauberhaften Brunnen und Bögen vorbei.